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Alpha · Version 0.2.0

Wir bauen Software, die die Arbeit macht. Nicht nur verwaltet.

Kastellio ist ein offenes ERP für Wohnungsgenossenschaften und Hausverwaltungen — ein Ersatz für das bestehende System, kein Zusatz daneben. Der Rechenkern steht: Mietverträge, Sollstellung, Bankabgleich, Betriebskosten, DATEV. Die Agenten, die Vorgänge bis zur Freigabereife ausarbeiten, sind der Plan — gebaut sind sie noch nicht. Bei jeder Funktion auf dieser Website steht, wo sie heute wirklich steht.

Für Wohnungsgenossenschaften, kommunale Wohnungsunternehmen und Hausverwaltungen zwischen 300 und 5.000 Wohneinheiten.

Lizenz
AGPL-3.0
Managed Hosting ab
0,80 €/ WE / Monat
Datenhaltung
Deutschland
KI-Schlüssel
Ihrer
Marktstruktur
ein Anbieter

Nach der Mitgliederbefragung des GdW zur Softwarenutzung arbeiten rund vier von fünf Mitgliedsunternehmen mit Software desselben Hauses. Der Anbieter hat 2024 seinen größten Wettbewerber übernommen und wurde unmittelbar danach an ein Konsortium von Finanzinvestoren weiterverkauft. Wir geben diese Zahl mit ihrer Quelle wieder und haben sie nicht selbst erhoben.

Stichtag
31.12.2028

Bis dahin wird ein System unterstützt, auf dem ein erheblicher Teil des deutschen Wohnungsbestands verwaltet wird. Danach ist Schluss. Wer migrieren muss, evaluiert — und die Frage ist dann nicht, ob gewechselt wird, sondern wohin.

Lizenz
AGPL-3.0

Die Community Edition erscheint quelloffen. Bezahlt wird für Betrieb und für organisatorische Erweiterungen, nicht für den fachlichen Funktionsumfang. Der Zeitpunkt der Veröffentlichung steht noch aus — das Repository ist heute nicht öffentlich.

Der Name

Warum Kastellio

Der Kastellan ist seit dem Mittelalter der Verwalter eines Gebäudes: derjenige, dem ein Haus anvertraut wird, wenn der Eigentümer nicht selbst da ist. Er hält instand, führt Buch, koordiniert das Handwerk, nimmt Beschwerden auf. Verlässlich, unaufgeregt, im Auftrag.

Genau das soll diese Software tun. Sie ersetzt niemanden — sie übernimmt die Arbeit, die getan werden muss, und legt sie einem Menschen zur Freigabe vor. Kastellio ist die verkürzte, markenfähige Form des Wortes.

Warum offen

Offen heißt nicht kostenlos. Offen heißt: Sie kommen wieder raus.

Der häufigste Grund, bei einem Anbieter zu bleiben, ist nicht Zufriedenheit, sondern die Angst vor der Migration. Diese Angst lässt sich nicht wegargumentieren, aber sie lässt sich strukturell auflösen — durch eine Lizenz, die den Ausweg garantiert, und durch Preise, die man nachlesen kann.

  • Der Quellcode soll der Branche gehören

    Die Community Edition erscheint unter AGPL-3.0 — lesen, prüfen, anpassen, selbst betreiben, auch durch Ihre IT-Revision. Lizenztext, Contributor-License-Agreement und Beitragsregeln sind geschrieben und gelten ab dem ersten Tag der Veröffentlichung. Offen ist nur noch der Zeitpunkt: das Repository ist heute nicht öffentlich. Das steht hier, weil ein Versprechen ohne Datum kein Quellcode ist.

  • Ihre Daten liegen in einer gewöhnlichen Datenbank

    Kein proprietäres Format, kein Projektauftrag, kein Tagessatz. Der Bestand steht in einer normalen PostgreSQL-Datenbank mit dokumentiertem Schema; der DATEV-Export für den Steuerberater ist gebaut. Was es noch nicht gibt, ist ein Ausstiegspaket auf Knopfdruck und eine Exit-Garantie im Vertrag — beides gehört dazu und ist heute nicht da.

  • Preise stehen auf der Website

    Kein „Kontaktieren Sie unseren Vertrieb". Der Preis je Wohneinheit steht öffentlich, für alle gleich, inklusive Mindestbetrag und der Frist, mit der wir Preisänderungen ankündigen. In diesem Markt ist das die Ausnahme; wir halten das für ein Problem des Marktes und nicht für unseren Wettbewerbsvorteil.

  • Sie sollen mitbestimmen, was gebaut wird

    Marke und Quellcode-Hinterlegung sollen an einen Trägerverein gehen, in dem die anwendenden Unternehmen die Stimmenmehrheit halten — nicht die Anbieter. Dieser Verein ist heute nicht gegründet und die Satzung nicht geschrieben. Solange das so ist, ist es eine Absicht und kein Schutz, und wir nennen es hier auch so.

Die Richtung

Der Unterschied zwischen Antworten und Erledigen

Ein Chat-Assistent sagt Ihnen, wo die Belege zum Betriebskostenwiderspruch liegen. Ein Agent zieht sie, prüft die Umlagefähigkeit nach BetrKV, rechnet den Verteilerschlüssel nach, vergleicht mit dem Vorjahr und legt Ihnen die fertige Antwort an den Mieter zur Freigabe vor — mit Begründung für jeden Schritt. Das ist die Software, die wir bauen wollen. Keiner der vier Agenten unten ist heute gebaut; hier steht der Plan.

  • Posteingang

    Soll Post, E-Mails und Rechnungen klassifizieren, sie Objekt, Einheit und Vertrag zuordnen, den Vorgang anlegen und den Bearbeiter vorschlagen. Der unsichtbarste Zeitfresser jeder Verwaltung — deshalb zuerst. Heute existiert davon die Ablage mit Kategorisierung und Zuordnung; ein Vorgang, der daraus entsteht und bearbeitet wird, noch nicht.

  • Schadensmeldung bis Handwerkerrechnung

    Soll die Meldung mit Foto entgegennehmen, Gewerk und Dringlichkeit bestimmen, den Rahmenvertragspartner wählen, den Auftrag entwerfen, den Termin verfolgen und die Eingangsrechnung gegen den Auftrag prüfen. Die Kette Meldung, Auftrag, Handwerkerrechnung, Umlage ist gebaut und läuft — als Bildschirmarbeit, nicht als Agent. Der Rückkanal zum Handwerker und die Zahlung fehlen.

  • Betriebskostenwidersprüche

    Belege ziehen, Umlagefähigkeit nach BetrKV prüfen, Verteilerschlüssel nachrechnen, mit dem Vorjahr abgleichen, Antwort mit Belegverweis entwerfen. Der Vorgang, den jeder in dieser Branche körperlich kennt. Es gibt heute weder einen Widerspruchs-Vorgang noch eine Korrekturabrechnung im System, geschweige denn einen Agenten dafür.

  • Erstlevel für Mieter und Mitglieder

    Soll die immer gleichen Anfragen beantworten — Abrechnungsstand, Untervermietung, Fristen, Bescheinigungen — auf Basis des echten Vertrags statt eines FAQ, und an den Menschen eskalieren, sobald es unklar wird. Voraussetzung dafür ist ein Mieterportal. Ein solches Portal ist spezifiziert und noch nicht gebaut.

Was heute wirklich existiert, ist die Vorstufe: eine Postbox, die eingehende E-Mails und PDFs kategorisiert und einem Vorgang zuordnet; ein Chat, der Fragen auf den eigenen Bestand beantwortet und die Quelle nennt, aus der die Antwort stammt; und die Auslesung von Mietverträgen und Heizkostenbelegen aus PDF. Aus einem Vorschlag wird dabei noch kein ausgearbeiteter Vorgang. Den Reifegrad jeder einzelnen Funktion finden Sie auf der Funktionsseite.

Kontrolle

Ein Agent, der etwas tun darf, muss erklären können, warum

Wohnungsunternehmen schrecken nicht vor KI zurück, sondern vor Kontrollverlust. Diese fünf Regeln stehen fest, bevor der erste Agent gebaut wird. Zwei davon sind heute im System, drei sind Zusagen an ein Produkt, das es noch nicht gibt — es steht jeweils dabei.

  • Vorschlag ist nicht Vollzug

    Agenten sollen Vorgänge bis zur Freigabereife ausarbeiten. Die Freigabe ist ein eigener, protokollierter Akt durch einen Menschen. Zusage für ein Produkt, das es noch nicht gibt — heute gibt es diese Trennung nur an einzelnen Stellen, etwa bei der Kautionsabrechnung und beim Betriebskostenlauf.

  • Sie bestimmen die Schwellen

    Bis zu einem von Ihnen gesetzten Betrag automatisch, darüber Vier-Augen-Prinzip, bei Beendigung eines Mietverhältnisses immer ein Mensch — je Prozess einstellbar. So viel Autonomie, wie Sie zulassen, nicht mehr. Diese Einstellungen gibt es heute nicht; sie sind Teil des Agenten-Konzepts.

  • Jeder Schritt bleibt nachvollziehbar

    Buchungen sind unveränderlich und über eine Hash-Kette verkettet, jede Änderung an einem Beleg steht in einer lückenlosen Historie, und der Prüfpfad ist auf Betriebsprüfung ausgelegt. Das ist gebaut — allerdings hinter Schaltern, die in einer frischen Installation ausgeschaltet sind. Was noch fehlt, ist die Begründungspflicht für Agentenhandlungen, weil es die Agenten noch nicht gibt.

  • Kein Agent darf mehr als der Mensch, für den er arbeitet

    Rollen und Rechte gelten für Menschen und Agenten gleichermaßen; ein Agent ist kein Superuser mit Schlüssel. Die Grundlage dafür steht: die Mandantentrennung wird in der Datenbank durchgesetzt, nicht in der Anwendungsschicht, und ein Zugriff über die Mandantengrenze scheitert dort und nicht erst im Programm.

  • Sie wählen das Modell

    Kastellio bringt kein Modell mit, an dem wir verdienen. Beim Self-Hosting hinterlegen Sie Ihren eigenen Schlüssel, die Einbettungen laufen lokal; ohne Schlüssel geht keine Anfrage nach außen. Heute ist genau ein Anbieter angebunden. Eine geprüfte Auswahl mehrerer Modelle und der Betrieb eines eigenen Modells auf eigener Hardware sind vorgesehen und noch nicht gebaut.

Was heute läuft

Der Monatsabschluss, von der Sollstellung bis DATEV

Die Buchhaltung ist der Teil, an dem täglich gearbeitet wird — und der Teil, in dem am meisten fertig ist. Jede Karte trägt ihren Reifegrad und, wo es eine Einschränkung gibt, auch diese.

  • Im Alpha nutzbar
    Sachkonten nach SKR-04-WoWi
    Kontenrahmen für die Wohnungswirtschaft mit Steuerschlüsseln, sauber getrennt nach Mandant. Eine neu angelegte Organisation bekommt ihn beim Anlegen mit.
  • Teilweise gebaut
    Manuelle Buchung und Eingangsrechnungen
    Kostenbelege erfassen, kontieren und buchen — Grundsteuer, Versicherung, Müllabfuhr, Straßenreinigung, Hausmeister, Wartungsverträge. Mit Kreditorenstamm und Eingangsrechnungserfassung.

    Frisch gebaut und noch nicht in einem echten Jahreslauf erprobt. Bis vor kurzem konnten Kosten nur aus Handwerkerrechnungen ins System kommen; erst dieser Weg macht eine vollständige Betriebskostenabrechnung überhaupt möglich.

  • Im Alpha nutzbar
    GoBD-Härtung
    Unveränderliche Buchungen mit Hash-Kette, lückenlose Änderungshistorie, Prüfpfad über alle Belege.

    Hinter Feature-Flags (GOBD_*), standardmäßig aus. Technisch umgesetzt heißt nicht von einem Prüfer testiert — ein Testat gibt es nicht.

  • Im Alpha nutzbar
    DATEV-Export (EXTF / Z3)
    Buchungsstapel und Belegbilder im DATEV-Format, signiert und mit Kettenprüfung — der Export, den der Steuerberater ohne Nachfrage einliest.

    Hinter Feature-Flag DATEV_EXPORT_ENABLED.

  • Im Alpha nutzbar
    Bankimport & Zuordnung
    Kontoumsätze per CSV (comdirect) oder CAMT.053-XML einlesen und den offenen Posten zuordnen.

    Keine Live-Bankanbindung: FinTS, EBICS und PSD2 sind nicht angebunden, Daten kommen als Datei.

  • Im Alpha nutzbar
    SEPA-Mandate und Lastschrift-Lauf
    Mandatsverwaltung mit Gültigkeitsprüfung, Erzeugung und Schema-Prüfung der SEPA-Lastschriftdatei, Rückläufer-Behandlung.

    Hinter Feature-Flags (SEPA_*). Die Datei wird erzeugt und geprüft; eingereicht wird sie von Ihnen im Bankprogramm, eine EBICS-Anbindung gibt es nicht.

  • Teilweise gebaut
    Zahlungsausgang
    Überweisungen an Handwerker und Lieferanten und die Auszahlung einer Restkaution als SEPA-Überweisungsdatei, mit Vorabprüfung und Gegenbuchung.

    Die Datei entsteht; die Einreichung bei der Bank machen Sie selbst. Noch nicht in einem echten Zahllauf erprobt.

  • Im Alpha nutzbar
    Sollstellungs-Generator
    Monatliche Sollstellung aus den Mietverträgen, tagesgenau anteilig, mit Vorschau und Vorabprüfung.

    Hinter Feature-Flag SOLLSTELLUNG_PIPELINE_ENABLED.

  • Im Alpha nutzbar
    Mahnwesen
    Mehrstufiger Mahnlauf auf offenen Posten, mit Verzugszinsen aus dem gepflegten Basiszins, Karenzzeiten, Aussetzung und Mahnhistorie je Vertrag.

    Hinter Feature-Flag MAHN_PIPELINE_ENABLED. Die Mahnschreiben entstehen als PDF-Bündel zum Ausdrucken; ein Ratenzahlungsplan und eine Inkasso-Übergabe als eigener Vorgang fehlen.

  • Geplant, noch nicht gebaut
    Anlagenbuchhaltung
    Anlagenspiegel, Abschreibungen, Zu- und Abgänge über das Geschäftsjahr.

    Weder Code noch Anforderungsdokument. Für einen vollständigen HGB-Jahresabschluss aus einem System heraus fehlt sie.

  • Geplant, noch nicht gebaut
    E-Rechnung nach EN 16931
    XRechnung und ZUGFeRD empfangen, prüfen und ausstellen.

    Nicht gebaut. Die Empfangspflicht besteht seit dem 1.1.2025, die Ausstellungspflicht kommt 2027 und 2028 gestaffelt. Wer das braucht, braucht es zu einem Termin, den wir heute nicht zusagen können.

Preise

Der Preis steht hier, nicht in einem Angebot

Selbst hosten kostet nichts. Wenn wir betreiben, zahlen Sie je Wohneinheit und Monat — ohne Modul-Aufpreise. Alle Preise netto, zzgl. USt.

Community Edition

0 €

dauerhaft, selbst gehostet

Der vollständige fachliche Funktionsumfang unter AGPL-3.0, auf Ihrer eigenen Infrastruktur. Kein Feature-Limit, keine Nutzergrenze, keine Zeitbeschränkung.

  • Vollständiger Quellcode unter AGPL-3.0
  • Alle fachlichen Module ohne Modul-Aufpreis
  • Self-Hosting per Docker Compose
  • Eigener Schlüssel für das Sprachmodell oder lokales Modell
  • Öffentlicher Fahrplan mit Reifegrad je Funktion
Self-Hosting ansehen

Community Cloud

Empfohlen

0,80 €

je Wohneinheit und Monat, mindestens 100 € / Monat

Von uns betrieben, in Deutschland. Sie kümmern sich um Ihre Mieter, wir um Backups, Updates und Verfügbarkeit.

  • Alles aus der Community Edition
  • Betrieb durch uns auf Infrastruktur in Deutschland
  • Datenhaltung ausschließlich in der EU
  • Backups und Einspielen der Updates
  • Angekündigte Wartungsfenster
  • Unterstützung per E-Mail
Gespräch anfragen

Enterprise Cloud

1,50 €

je Wohneinheit und Monat, mindestens 500 € / Monat

Für Organisationen, die einen benannten Ansprechpartner, ein SLA und die kommerziellen Erweiterungen brauchen.

  • Alles aus der Community Cloud
  • Benannte Ansprechperson statt Ticket-Warteschlange
  • SLA mit Gutschriften bei Unterschreitung
  • SSO, Multi-Mandant-Verwaltung, erweiterte Prüfberichte
  • Quartalsgespräch zum Betrieb
  • Preisänderungen mit 6 Monaten Vorlauf, vertraglich zugesichert
Gespräch anfragen

Mindestbeträge, Migrationspauschalen und das Kleingedruckte

Häufige Fragen

Was hier nicht steht, beantworten wir direkt. Schreiben Sie uns.

Reifegrad

Lizenz und Betrieb

Alle häufigen Fragen

Migrieren müssen Sie ohnehin. Reden wir über den Weg.

Der Support für ein System, auf dem ein erheblicher Teil des deutschen Wohnungsbestands verwaltet wird, endet zum 31.12.2028. Wir sind heute nicht so weit, dass wir Ihnen diesen Wechsel abnehmen könnten — aber wir suchen die Häuser, die ihn mit uns vorbereiten. Wenn Sie zwischen 300 und 1.500 Wohneinheiten verwalten und bereit sind, ein System im Alpha-Stadium mit echten Daten zu erproben: schreiben Sie uns. Wir erzählen Ihnen ehrlich, was heute geht und was nicht.